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Im Mai 1999 wurde in Langensteinbach das 31.Handball-Pfingstturnier ausgetragen. Um dem schwindenden Teilnehmerfeld entgegenzuwirken und etwas Neues bieten zu können, entschloss sich die Handball-Abteilung in Zusammenarbeit mit der SVL-Volleyball-Abteilung, eine für beide Seiten nutzbare Beachanlage zu bauen. Die Planung begann bereits im Februar mit dem Einholen verschiedenen Angebote für die einzelnen Bauteile. Mitte April konnte dann mit dem Bau der Anlage begonnen werden! Da es auf dem Sportgelände bereits ein Handballfeld mit Ascheuntergrund mit integriertem Drainagerohren gab, dies jedoch nur am Pfingstturnier bzw. im Sommer in der Vorbereitungsphase von einigen Mannschaften genutzt wurde, wurde dies kurzerhand umgebaut. - Somit entfielen die Kosten für einen Erdaushub, den Einbau von Drainagerohren und für sonstige bauliche Maßnahmen ! Die Größe des Beachfeldes wurde so gewählt, dass es den Volleyballern möglich ist, zwei Spielfelder quer zu markieren. Dadurch ergab sich eine Länge von ca. 32 m und eine Breite von ca. 20 m. Als Umrandung für den "Sandkasten" entschied man sich für die günstigste Variante - man benutzte ausgediente, lange Holzmasten, die für Elektroleitungen verwendet worden waren. Diese besitzen eine Länge zwischen 11 und 13 m und einen Durchmesser von 20 - 30 cm. Auf der Seite zum Hang befanden sich bereits Begrenzungssteine, die ca. 20 cm hoch sind. Hierauf wurde ein Holzmast gelegt, dieser zur Befestigung durchbohrt und mit einer Eisenkralle im Untergrund verankert. Insgesamt wurden drei Masten auf der Hangseite und zwei Masten auf der zeltentfernten Seite benutzt. Da das Beachfeld kleiner als das ursprünglich vorhandene Spielfeld wurde, konnten auf der zeltnahen Seite die Begrenzungssteine nicht genutzt werden. - Hier wurden drei Masten in Pyramidenform aufeinandergelegt und miteinander verschraubt. Die daraus resultierende, mit Sand zu füllende Spielfeldtiefe betrug 40 cm. Um der Seitenbegrenzung noch mehr Halt zu geben, wurden die Stangen überlappend befestigt. Das große Gewicht und die Verzahnung verhindert eine Verschiebung das Paketes. Folglich wurde auf eine Befestigung am Boden verzichtet ! Für diese Art der Begrenzung wurden auf der Querseite sechs und auf der Längsseite neun Holzmasten benötigt. Alles in allem wurden zwanzig Masten verbaut, was einem Volumen von ca. 50 m3 Holz entspricht. Nach dem die Einfassung für das Spielfeld fertig war, wurde mit der Verlegung der Vliesbahnen begonnen. Hier handelte es sich um normales Draenvlies aus dem Baumarkt. Die einzelnen Bahnen hatten eine Breite von 2,5 m und eine Länge von ca. 5 m. Sie wurden leicht überlappend verlegt und sollen die Zwischenräume der Masten gegen das Herausspülen von Sand abdichten, das Durchwachsen von unten durch Unkraut verhindern, sowie etwaiger Staunässe entgegen wirken. Sie wurden mit Zeltnägeln (Nagel mit 3 mm Pappschicht unter mit dem Kopf) auf den Holzmasten befestigt und zur Feldmitte hin ausgelegt. Mit Beendigung des Vliesauslegens wurde bereits die erste Fuhre Sand geordert. Es wurde insgesamt 250 m3 Reinsand mit der Körnung von 0 - 6 mm verwendet. Dieser wurde mit einem Kleinbagger (Bob-Cat) großflächig verteilt und mit Schaufeln und Rechen geebnet. Diese Arbeit war am zeitintensivsten und dauerte mit fünf Personen drei ganze Arbeitstage. Jetzt fehlte also nur noch die Markierung. Hierfür wurde Drasierband verwendet, das am Rande auf die Holzbalken genagelt wurde. Falls im späteren Spielbetrieb das Band zerrissen wurde, konnte nebenan erneut genagelt werden (Zeltnägel mit Pappschicht). Diese Art der Markierung ist äußerst kostengünstig, ist jedoch nicht unbedingt optimal, da bei häufigem Nageln das Holz splittert. Hier wäre ein stabiles Band, das an den Enden jeweils ein Gummiband besitzt und somit nachgeben kann, ohne gleich zu reißen, optimaler. Als dauerhafte Befestigung könnten Haken oder Ösen dienen, in welche die Markierungen bei Bedarf eingehängt und nach Beendigung des Spielbetriebes ausgehängt werden könnten. Dies wäre vor allen Dingen beim Wechsel zwischen Handball- und Volleyballbetrieb sehr vorteilhaft. Baukosten des "Sandkastens"Das Gelände war, wie schon zu Beginn beschrieben, bereits vorhanden, da dieses Spielfeld eines der sieben Felder war, auf denen früher während des Pfingstturniers gespielt wurde. Somit fielen keine Kosten für Bodenbewegungen und Einbau von Drainagerohren an. Die 20 Holzstangen, die als Masten für Elektroleitungen ausgedient hatten, waren eine Spende einer ortsansässigen Baufirma. Die restlichen Kosten beliefen sich auf 8650 DM für 372 Tonnen Sand (ca. 250 m3) und 1950 DM für das Drainvlies (6 Rollen; je 50 m lang und 2 m breit / 3,25 DM/m2). Der Einsatz des Kleinbaggers wurde wie die Masten gesponsert und schlug somit auch nicht zu Buche. Des weiteren musste ca. 100 DM für das Dragierband (250 m lang, 10 cm breit) und ca. 200 DM für metallische Kleinteile (zur Verankerung der Holzmasten; Nägel zur Vliesbefestigung bzw. der Spielfeldmarkierungen usw.) gerechnet werden. Das Geld für den Ausbau wurde im Rahmen der Feierlichkeiten zu 100 Jahren SV Langesteinbach im Jahr 1999 den beiden Sparten Handball und Volleyball zur Verfügung gestellt ! PlatzpflegeWährend des Turnierverlaufes wurde mit einem groben Rechen die Kuhlen geebnet (speziell vor den Toren und an den Torraumlinien). Nach dem täglichen Turnierende wurde der Sand von Abfall gesäubert (mit feinem Rechen). Der Müll bestand überwiegend aus Zigarettenkippen und leeren Dosen. Zerbrochene Gläser oder Flaschen waren glücklicherweise nicht vorhanden. Ganze herumliegende Flaschen oder Gläser wurden von Jugendlichen eingesammelt, die sich mit dem Pfand etwas hinzuverdienten. Da das Sportgelände das Jahr über zumeist abgeschlossen ist und nur zum Spielbetrieb geöffnet wurde, entstanden keine Verunreinigungen durch Hunde. Somit entsteht der größte Arbeitsaufwand durch die Beseitigung von angewehtem Laub vom nahen Reisigplatz oder von Unkrautbewuchs. Wurde das Beachfeld längere Zeit nicht benutzt, wurde es mit einer Art Egge (ähnlich Schleppnetz beim Tennis) abgezogen. Wenn im Frühjahr die Anlage wieder für die Spiele eingerichtet wird, muss aller Voraussicht nach etwas Sand aufgefüllt werden, da durch Windverwehungen doch immenser Sandschwund entstand. Wie viel aufgefüllt werden muss kann noch nicht gesagt werden, da diese Aktion noch nicht durchgeführt wurde. Weitere NutzungenNach Beendigung der Beach-Handball- und Beachvolleyball-Turniere, wurde auf dem Feld in der Übergangsphase Fußball gespielt, ehe in der Vorbereitungsphase bzw. den Sommerferien (Da die Schulsporthalle geschlossen ist) darauf Kraft- und Schnellkraft trainiert wurde. Die Jugendmannschaften führten ihre Koordinations- und Grundlagentraining auf dem Sand durch. Zwischenzeitlich wurde die Anlage zum Feiern von Beachpartys genutzt, was sich mit den nahen Toiletten und Kücheneinrichtungen auch anbot. Seit Beginn der Hallenrunde im September wird auf der Anlage jedoch nicht mehr gespielt und bis Ende April wird sich daran auch leider nichts ändern. Dann aber wird das Beach-Handball-Feld für das große Handball-Pfingstturnier mit seinem attraktivem Rahmenprogramm vorbereitet. Man darf gespannt sein, wie sich die Anzahl der Teilnehmer entwickelt und das nächste Beach-Handballturnier angenommen wird, denn eines darf man bei allem Spaß nicht vergessen : Beach-Handball ist eine Trendsportart ! Und falls der Trend einmal nachlässt und das Sandfeld nicht mehr benötigt wird, kann man den Sand abtragen, die Balken entfernen und schon hat man wieder ein normales Feld, ohne dass man zu viel Geld in den Sand gesetzt hat! Ansprechpersonen:
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